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AK "Erstsemester" begrüßt die neuen Erstis

25.04.2018

Auch dieses Semester hatten wir, die Vertreter des Ersti-Arbeitskreises der Verfassten Studierendenschafft, wieder viel Spaß. Kaum drei Wochen nach dem Start der offiziellen Vorlesungszeit, sind die ersten Höhepunkte des Semesters (für uns und viele Erstis) bereits wieder vorbei. Angefangen mit unserem allseits beliebten Ersti-Vesper, gefolgt von der Campus-Rallye und abgeschlossen durch die legendäre Ersti-Hütte letztes Wochenende. Wir hoffen, dass alle Beteiligten viel Spaß bei den Veranstaltungen hatten und freuen uns schon darauf, auch nächstes Semester wieder für alle Erstis voll durchzustarten.

 

 

Geschichtlich-geographische Exkursion mit Studenten nach Überlingen 28.04.2018

Die Zerstörung der Rüstungsindustrie in Friedrichshafen durch alliierte Bombenangriffe im Frühjahr 1944 löste das NS-Unternehmen „Magnesit“ aus.

In dessen Verlauf musste von KZ-Häftlingen zur „bombensicheren“ Unterbringung der Rüstungsbetriebe Maybach, ZF und Dornier ab Oktober 1944 ein unterirdisches Stollensystem mit einer geplanten Fläche von 1000 000 ha in den Molassefelsen bei Goldbach gegraben werden.Das Werk blieb unvollendet, wegen des Kriegsendes kam es nie zur vorgesehenen unterirdischen Rüstungsproduktion.

Durch das noch erhaltene kilometerlange Stollensystem führte nun der Lokalhistoriker Oswald Burger die 50 Teilnehmer einer Exkursion, die von der Verfassten Studierendenschaft der PH Weingarten zusammen mit den „Freunden der PH“ und dem Studentenwerk „Weiße Rose“ veranstaltet wurde. Burger berichtete vor allem auch über die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen der 800 KZ-Häftlinge , die im beengten, völlig verseuchten KZ-Außenlager Aufkirch untergebracht waren.Insgesamt sind 243 Häftlinge an Krankheiten und bei der Arbeit umgekommen, 97 von ihnen wurden auf dem KZ-Friedhof Birnau beerdigt.

Auf der anschließenden Stadtführung durch Überlingen berichtete Burger im historischen Sitzungssaal im Rathaus von dem historischen Brauch neugewählter Stadträte, mit ihrer Hand die Weisheit des in einem Holzrelief dargestellten Königs Salomon von dessen Stirn auf die eigene Stirn zu übertragen. Hinsichtlich der Behandlung der Juden im Mittelalter hob Burger die mit dem falschen Vorwurf des Kindesmordes begründete Ermordung von 300 – 400 Juden in der in Brand gesteckten Synagoge hervor. Den geographischen Teil der Exkursion bestritt im folgenden der Professor für Geographie an der PH Weingarten Andreas Schwab, der am Südhang der Goldbacher Gletschermühle mit Blick auf den See über dessen Entstehung und die Gunstfaktoren für den Weinbau am Bodensee – Bodenrelief, Klima, Vegetation und Wirtschaftsverhalten der Menschen - referierte. Am Ende der vielfältig interessanten Exkursion stand ein Besuch des KZ-Friedhofs Birnau. Wegen des großen Interesses soll die Exkursion im nächsten Jahr wiederholt werden.

 

 

 

 

Text: Uwe Hertrampf und Julieta Maria Halblaub

 

 

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